Das immer aktuelle Thema: „Eifersucht“

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Fotoquelle: http://www.united-academics.org/magazine/mind-brain/jealousy-oldest-child-predictable-before-birth-sibling/

Hier eine Artikel von dem Arzt und Psychologen Dr. Ruediger Dahlke zur Eifersucht.

Sagt etwas dazu! (Für diejenigen, die nicht auf Facebook registriert sind, hier der Text:)

„Eifersucht ist Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.“ Wer kennt diesen Spruch nicht? Ist man eifersüchtig, so hat man die fixe Idee, betrogen… zu werden, ähnlich wie ein Zwangserkrankter, der von einem gewissen Thema besessen ist. Wenn man in der Beziehung sein Herz verschenkt, führt dies meist zu wundervollen herzöffnenden Gefühlen. Sobald jemand jedoch Besitzansprüche an die Seele anmeldet, wie eben bei der Eifersucht, wird es schnell unerträglich.

Ein gesundes Maß an Eifersucht kann ein Zeichen dafür sein, wie wichtig Ihnen der Partner ist, doch Achtung! Zu viel Eifersucht kann eine Beziehung erheblich gefährden.

Wenn es auch nicht leicht fällt: Eifersucht ist mit Angst verbunden. Versuchen Sie, Ihre Eifersucht zu überwinden, indem Sie diese als eigenes Problem anerkennen und versuchen, Ihrem Partner zu vertrauen. Treffen Sie Freunde, gehen Sie raus an die frische Luft, auch ein bisschen Flirten ist erlaubt. So können Sie Ihr Selbstbewusstsein stärken, gewinnen mehr Selbstachtung und können durch Ihre Eigenständigkeit von negativen Gefühlen ablenken.

3 Antworten auf Das immer aktuelle Thema: „Eifersucht“

  1. AnoschKa sagt:

    Das sagt sich so leicht. Mit der Eifersucht ist es so eine Sache: Wenn sie begründet ist, dann sucht sie mit Eifer nicht nur das, was Leiden schafft, sondern auch die Ent-Täuschung, sprich Klarheit über das, was vielleicht von einem der Partner gefühlt wird, aber eben im Unklaren ist. Und fordert manchmal dann, wenn die Ent-Täuschung erfolgt ist, eine Ent-Scheidung – das heißt, dass vielleicht auch Scheidung notwendig sein kann. Die komplette Öffnung einer Zweierbeziehung für Dritte und Ausklammern von Eifersucht halte ich für schwierig. Es funktioniert erfahrungsgemäß immer nur dann, wenn man selbst der-/diejenige ist, die gerade etwas außerhalb der Zweierbeziehung erleben und ausleben möchte. Aber sobald man selbst spürt, dass der Partner oder die Partnerin intime Momente mit einem anderen Menschen erlebt, empfindet man dies als Bedrohung für das Selbstwertgefühl und für die Partnerschaft und als persönliche Kränkung. Eine Lösung weiß ich da auch nicht. Ich denke, jeder Mensch muss selbst für sich entscheiden, welches das richtige Maß an zugestandener Freiheit mit gleichzeitiger Verbindlichkeit an den Partner/die Partnerin ist. Entscheidend scheint mir dabei zu sein, dass die Beziehung eine liebevolle und unerschütterliche Basis hat. Solange dieses Fundament steht, können auch erotische Erlebnisse außerhalb der Zweierbeziehung die Beziehung nicht wirklich gefährden.

  2. assiral sagt:

    AnoschKa hat völlig recht: solange man selbst Der/Diejenige ist, die etwas ausleben möchte, ist alles kein Problem aber wehe, da kehrt sich was um…….dann geht man wohl die Wände hoch! Glücklicherweise ist Eifersucht nicht so mein Thema, ich bin eher die unbetrogene Betrügerin in meiner Beziehung und hab da wohl ein Plus auf meinem Karmakonto, –danke mal kurz nach oben–……..zum Thema Sucht im Allgemeinen: ich behaupte, jeder braucht ein Suchtmittel, egal ob Kaffee, Tee, Musik, Sex, Drogen, Alkohol usw. für jeden ist etwas im Angebot……….überzeugt mich vom Gegenteil und zeigt mir Denjenigen der a la Heinz Rudolf Kunze in seinem Lied „Abstinenzler“ aus seinem Album „Reine Nervensache“ von 1981 sagt: „Was für´n Kick, wenn die Sucht, nicht das kriegt, was sie sucht, ich nehme gar nichts, har,har,har….“

    in freudiger Erwartung

  3. ABC85 sagt:

    Ich finde Max Frisch sagt es treffend: „Eifersucht ist die Angst vor dem Vergleich“. Wer viele Selbstzweifel hat wird sich im Vergleich mit Anderen immer schlechter machen und sich ständig einreden, dass der Partner die Anderen besser findet als einen selbst. Dabei ist das einzig hilfreiche, einzusehen, dass man sich nicht mit Anderen vergleichen kann, weil jeder individuell ist und andere Voraussetzungen hat. Der Läufer mit den doppelt so langen Beinen wie der Andere wird immer schneller sein. Wenn sich der mit den halb so langen Beinen an die Leistungen des Langbeinigen misst, wird ihn das zwar zu mehr Leistung anspornen aber er wird nie zufrieden sein. Das typische wettbewerbsorientierte Prinzip in der ostasiatischen Kultur: immer versuchen, der Beste von allen zu sein. Dabei wird oft die eigene Relation vergessen. Ein fairer Vergleich ist wenn man den Maßstab an sich selbst anlegt: Seine Fortschritte und Leistungen unabhängig von den Leistungen Anderer zu betrachten.

    Man sollte ebenso nicht Angst haben, weil der Partner sich mit jemand Anderen beispielsweise besser über Politik unterhalten kann als mit einem selbst. Denn das sind nicht Dinge, wofür einen der Partner liebt. Relevant sind andere Dinge, die etwas ganz Besonderes und Intimes zwischen den Partnern ausmachen und somit außer Vergleich zu Anderen steht.

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